Beste deutsche Musiker: Teil 02

Can

Can wurde 1968 in Köln gegründet, hat sich von den Hintergründen der Avantgarde und des Jazz inspirieren lassen und minimalistische, elektronische und weltmusikalische Elemente in ihre oft psychedelische und funktionsgeprägte Musik integriert. Can’s transzendente Alben aus den frühen bis mittleren 70er Jahren, Tago Mago, Ege Bamyasi und die glückseligen, ambienten Zukunftstage, die immer noch futuristisch klingen, wurden als Pioniere der deutschen Krautrock-Szene gefeiert und von allen, von David Bowie und PiL bis hin zu Primal Scream und Happy Mondays, als Einfluss zitiert. The Fall’s 1985er Album, This Nation’s Saving Grace, enthielt sogar den Track I Am Damo Suzuki” als Hommage an Can’s Hauptsängerin.

Enigma

Enigmas anspruchsvolle, genreabhängige Musik, die Elemente aus den Bereichen New Age, Electronica, World und Ambient Music umfasst, wurde von dem deutsch-rumänischen Musiker und Produzenten Michael Cretu initiiert und hat zu 70 Millionen Albumverkäufen und drei Grammy-Nominierungen geführt. Mit dem viel gelobten Welthit “Sadeness (Part 1)”, Enigmas Debütalbum von 1990, MCMXC aD, bleibt Enigmas High-Water-Marke wohl erhalten, aber Cretu’s Musik hat sich weiter entwickelt, wobei Seven Lives Many Faces 2008 sogar Elemente von Rap und Dubstep aufnahm.

Herbert Grönemeyer

Herbert Grönemeyer, geboren in Göttingen, Niedersachsen, zählt nicht nur zu den besten deutschen Musikern aller Zeiten, mit einer starken Fangemeinde in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern ist auch Schauspieler. Das englische Publikum mag sich daran erinnern, dass er in Wolfgang Petersens legendärem Film Das Boot als Kriegskorrespondent Werner gespielt hat, aber Grönemeyer konzentrierte sich später auf seine musikalische Karriere. Bekannt für sein Markenzeichen, den verführerischen Croon, sind sein 1984er Album 4630 Bochum und sein 11. Album Mensch (Human) (2002) die dritt- bzw. erste meistverkaufte Platte in Deutschland, was Grönemeyer zum erfolgreichsten Musiker in Deutschland macht, mit einem Gesamtverkauf von fast 15 Millionen verkauften Inlandsalben.

Nina Hagen

Nina Hagen wurde in der DDR geboren und aufgewachsen und veröffentlichte ihre erste Musik im kommunistischen Osten, aber sie fand Ruhm, nachdem ihre Familie in den Westen floh. Eine Reise nach London inspirierte sie zur Punk-Sängerin, und sie wird manchmal The Godmother Of Punk genannt, obwohl ihre dramatische und theatralische Musik manchmal näher am Glam-Rock klingt. Als sie die Nina Hagen-Band gründete und bei CBS unterschrieb, genoss sie kommerziellen und kritischen Erfolg mit ihrem selbstbetitelten Debüt 1978 und nahm in den späten 80er und frühen 90er Jahren mehrere kritisch gehackte Alben für Mercury auf.

Nico

Die 1938 in Köln geborene Christa Päffgen wuchs im kriegszerstörten Berlin auf und machte sich bereits als Teenager einen Namen als Mode-Modell. Entdeckt vom 16-jährigen Fotografen Herbert Tobias, zog sie nach Paris und begann für die Vogue zu arbeiten, wo sie ein bemerkenswertes Leben mit Höhen und Tiefen begann, darunter Rollen in Filmen wie Federico Fellinis La Dolce Vita (1960) und Andy Warhols Chelsea Girls (1966). Auf Warhols Veranlassung sang Nico mehrere Tracks auf The Velvet Underground’s bahnbrechendem Debütalbum, The Velvet Underground & Nico, und begann dann eine Solokarriere, die zu einer Reihe von Alben führte, die von John Cale produziert wurden, darunter The Marble Index und Desertshore, bevor sie 1988 starb.

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